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Das Ratingsystem, welches von vielen Schweizer Banken unter dem Aspekt von Basel II bereits heute praktiziert wird, stellt ein Instrument zur Klassifizierung der Bonität von Kunden bzw. Krediten nach ihrer Ausfallwahrscheinlichkeit dar. Es wird sowohl bei privaten Kreditnehmern wie auch bei Firmenkunden appliziert. Die nachfolgenden Ausführungen stützen sich auf die Bewertung von KMU’s - bei Privatpersonen wird in der Regel auf ein vereinfachtes Verfahren abgestützt. Das Ratingverfahren beeinhaltet eine Vielzahl an Komponenten. Grundsätzlich wird es in zwei Bewertungsgruppen gegliedert: die sogenannten „hard facts“ (quantitative Analyse) und die „soft facts“ (qualitative Analyse). Weitere wichtige Einflussfaktoren können aber bsp. weitere Bewertungsaspekte wie etwa die Branche oder die Region bilden. Die Beurteilung der finanziellen Verhältnisse einer Unternehmung wird durch die „hard facts“ vorgenommen. Dabei bilden die Kriterien Liquidität, Eigenfinanzierung, Ertragslage oder etwa Cash Flow die Kernpunkte der Analyse. Aus den statischen Zahlen der Bilanz und den dynamischen der Erfolgsrechnung werden die aus den vorerwähnten Kriterien errechneten Kennzahlen wie Liquditätsgrad II, Eigenfinanzierungsgrad, Anlagedeckunsgrad II, Umsatzrentabilität, Eigenkapital- und Resamtkapitalrentabilität oder Verschuldungsfaktor beurteilt und bewertet. Eine fundierte Aussage lässt sich aber bsp. erst im Vergleich mit den Kennzahlen der Vorjahre, mit Soll-Ist Vergleichen oder etwa Branchenvergleiche treffen. Die Beurteilung der „soft facts“ fällt den Banken in der Regel etwas schwieriger. Hier geht es vor allem um die Beurteilung des Managements (bsp. Charakter, Fachkompetenz und Führungsqualität), der Unternehmensstrategie oder etwa der Analyse der angebotenen Produkte und Dienstleistungen und Abhängigkeiten von Lieferanten oder Kunden. Das Kundenrisiko wird nun aus den „hard facts“, den „soft
facts“ und übrigen Bewertungsaspekten wie bsp. der Branche
oder Region ermittelt. In der Regel werden dabei die „hard facts“ übergewichtet.
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